Cremes gegen Besenreiser und ihre Wirkstoffe – hilft sowas wirklich?

Laut immer wiederkehrender Werbung sollen Cremes zu schöneren Beinen verhelfen, wenn das optische Bild durch Besenreiser getrübt ist. Dies soll ganz ohne Verödung und Laser funktionieren. Allerdings ist die Wirkung der Salben und Cremes begrenzt.

Cremes gegn Varizen

Die angebotenen Cremes und Salben, mit denen Besenreiser entfernt werden sollen, enthalten in der Regel Wirkstoffe, die die Gefäße abdichten sollen. Meist kommen in ihnen natürliche Substanzen vor. Zu den bekanntesten gehören Mäusedorn, rotes Weinlaub und Rosskastanien. Salben, die mit synthetischen Inhaltsstoffen hergestellt werden, enthalten fast ausschließlich einen hohen Anteil an Vitamin K1 und Bestandteile dieser Pflanzenauszüge.

Die Wirkung von Salben

Der große Wunsch, dass sich Besenreiser mit den angebotenen Cremes dauerhaft entfernen lassen, lässt sich meist nicht in die Realität umsetzen. Durch das darin enthaltene Vitamin K1 soll die Blutgerinnung gefördert werden. Auf diese Weise wird versucht, die Zirkulation des Blutes zu verbessern und für eine Entlastung der Venen zu sorgen. Die Extrakte der Pflanze sollen gleichzeitig gefäßabdichtend wirken. So soll verhindert werden, dass sin die umliegenden Gewebe Flüssigkeit austreten kann und gleichzeitig soll eine Minderung von Schwellungen erreicht werden. Gewebeschäden sollen verhindert werden und bestehende Schäden sollen abheilen. Ausführlichste Informationen zu den Cremes gegen Besenreisern gibt es auf dieser Webseite und der dazugehörigen Facebook Seite.

Auch wenn es zahlreiche Versprechungen von manchen Herstellern gibt, werden nur allein mit Cremes keine Besenreiser entfernt werden können. Oft aber lässt sich eine subjektive Verbesserung feststellen und die Beine fühlen sich nicht so schwer an. Als alleinige Maßnahme gegen Besenreiser, genügend Cremes und Salben allerdings nicht. Diese können jedoch als begleitende Maßnahme verwendet werden. Dabei sind allerdings keine Wunder zu erwarten. Der beste Weg ist die Vorbeugung. Es gibt dafür auch spezielle Venenübungen, die auch ein Arzt kennt.

Der Unterschied zwischen Besenreiser und Krampfadern und die Symptome

Oft sind die Besenreiser eine Vorstufe von Krampfadern. Die Bezeichnung dafür ist im Mittelalter zu finden.

Besonders abends machen sich bei Besenreiser und Krampfadern die Symptome bemerkbar, nach langem Stehen, langem Sitzen oder bei warmen Wetter:

  • Beine fühlen sich müde und schwer an
  • Schwellungen und Ansammlungen von Wasser um die Fußknöchel
  • die Haut ist verfärbt in Form von braunen oder roten Flecken
  • Druckgefühl oder auch Juckreiz
  • Nacht, in seltenen Fällen, Waden- oder Fußkrämpfe.

Diese Gefühle sind für den Betroffenen unangenehm und hier liegt es nah, dies bekämpfen zu wollen.

Krampfadern durch schwache Venen

Zunächst einmal haben Krampfadern nichts mit Krämpfen gemeinsam. Es ist ein mittelalterlicher Begriff und leitet sich von „krumpe Adern“ aus dieser Zeit ab. Meist haben nächtliche Krämpfe in den Waden etwas mit Magnesiummangel zu tun. Krampfadern sind sack- oder knotenförmig stark geschlängelte und erweiterte (hervorstehende) Venen, die sich an den Beinen befinden. Für die Aussackung und Erweiterung ist die Erschlaffung der Venenwände die Ursache. Die Venenklappen verlieren beim Schließen an Kraft, was wiederum zu einem Stau des Blutes führt in den Gefäßen. Auch Krampfadern sind sichtbar, da sie sich ganz nah unter der Oberfläche der Haut befinden.

Besenreiser im jungen Alter

Dreimal häufiger sind Frauen betroffen als Männer und das Risiko steigt mit zunehmenden Alter. Venenspezialist Schulte erklärt, dass bereits im Alter von Anfang zwanzig sich Venenschäden zeigen können. Ab einem Alter von 30 Jahren steigt rapide die Zahl der Patienten. Medizinisch behandeln lassen muss sich etwa jeder sechste Betroffene. Und das entweder aus ästhetischer Sicht oder aus medizinischer Sicht.

Besenreiser auch ein Problem der Männer

Es sind zwar zum größten Teil Frauen betroffen, jedoch können auch Männer von dem Problem der Besenreiser betroffen sein.

Nach einer Venenstudie in Bonn zeigt sich, dass daran etwa 60 Prozent Frauen und 58 Prozent der Männer leiden. Hierbei wird deutlich, dass es da also kaum ein Unterschied gibt. Frauen sprechen sicher öfter von Besenreiser, dass sich Frauen daran mehr stören als die Männer. Auch Männer können die Besenreiser effektiv behandeln lassen.

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